Nächste Veranstaltungen ...

Es ist wieder Schützenfest ...

das am 24. Juni auf dem Dorfplatz stattfindet. Einladung siehe Aktuelles........

Aquarellmalen m. d. Landfrauen

am 1 und/oder 2. Juli in Ahrenviölfeld. Anmeldungen bis 25.6.!!

Das Kirchfest

findet am 2.7. auf den Pastoratswiesen statt. Siehe auch "Aktuelles".

Seniorenfahrt ins Blaue 2017

am 12.7.! Anmedung notwendig!

Kleine Orgelgeschichte der Schwesinger Kirche

Im Vergleich zu anderen Kirchengemeinden blickt die Kirchengemeinde Schwesing auf eine eher kurze Tradition der Orgelmusik zurück. Noch aus Unterlagen aus dem 19. Jahrhundert geht hervor, daß der gottesdienstliche Gesang ehemals lediglich von einem Vorgänger angestimmt wurde, wobei dieses Amt dann meistens auch schon mit der Küster- und Schulmeistertätigkeit verknüpft war.

Orgel im Jahre 1887Orgel im Jahre 1887
   

Die erste Schwesinger Kirchenorgel stammt mit großer Wahrscheinlichkeit erst aus dem Jahre 1887. Dieser Orgelbau konnte realisiert werden, nachdem sich spätestens ab 1856 Gemeindemitglieder mit Spenden und Unterschriften dafür eingesetzt hatten. Wörtlich heißt es über einer Spendenliste:

"Unterzeichnete, die es als sehr wünschenswert ersehen, dass die Schwesinger Kirche, die einer Orgel entbehrt, auch in dieser Beziehung nicht vor den vielen anderen Kirchen unseres Landes zurückstehen möge, wollen tun, was in ihren Kräften steht, um diesen Zweck zu erreichen..." Die erste Schwesinger Orgel war genau wie die Banzhaf-Orgel als Brüstungsorgel auf der Orgelempore platziert. Sie besaß nur ein Manual und war ausgestattet mit sieben Registern, die aber bereits Anfang des 20. Jahrhunderts kritisiert wurden. 1915 wünschte der damalige Organist Claus Jensen sich sehnlichst ein zweites Manual und einige neue Register. Das vorhandene Register "progressio harmonica 3fach" zum Beispiel beschreibt er als schaurigen Zug und als direkt ungenießbar. Der Plan, ein zweites Manual einzubauen, wurde über Jahre hinweg verfolgt, doch erst im Zuge der Kirchenrenovierung Anfang der 60er Jahre unter Pastor Lohse ließ er sich umsetzen. Wie so vieles wurde damals bei den Renovierungsarbeiten auch die Orgel ausgebaut, worauf dann der Orgelbauer Tolle den Auftrag erhielt, aus den vorhandenen und einigen neuen Teilen eine neue zweimanualige Orgel mit acht Registern zu bauen. Seit 1962 tat diese Orgel ihren Dienst. Leider hatte man damals beim Bau nicht sehr hochwertiges Material verwandt, so dass man nach dreißig Jahren schon größere Schäden feststellen mußte. Unter anderem ließ besonders ein Riss in der Windlade den Orgelsachverständigen Herrn Günter Beutling 1994 in seinem Gutachten zu dem Ergebnis kommen, daß für die Kirchengemeinde Reparaturarbeiten anstünden, deren Kosten denen eines Orgelneubaus nahezu entsprächen. Daraufhin entschloss sich der Kirchenvorstand zum Orgelneubau.

Die Organisten

Wer in Schwesing Organist war, der war von Alters her zugleich auch Küster und Lehrer. Erst während des zweiten Weltkrieges, als der damalige Organist Markus Bestmann als pensionierter Lehrer den Orgeldienst noch weiter versah, wurde hier offiziell eine Trennung vollzogen. Doch selbst noch bei Lehrer Johannsen, der 1958 nach Schwesing kam, wurde darauf Wert gelegt, dass zumindest die Ehefrau die Orgel spielen konnte. Diese übt den Orgeldienst nun auch schon seit über vierzig Jahren aus. Seit 2005 teilt sich Frau Johannsen den Orgeldienst mit Frau Diana Marten, die mit ihrer Familie in Schuby wohnt.

Orgel von 1962 Orgel von 1962
 


Liste der Schwesinger Organisten:

Hans Hermann Delfs
1889 - 1900
Claus Jensen
1901 - 1927
Markus Bestmann 1927 - 1952
Garsten Johnsen
1952 - 1958
Rudolf Grube
1958 - 1960
Frauke Johannsen 1960 - heute
Diana Marten 2005 - heute